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    Kapitel 5: Eine Zierde für Stadt und Dorf - Über Schau, Schmuck und Symbole

    Darum geht’s:

    Das Erkennen von Schmuckelementen, deren Erhalt und die dosierte Verwendung bei Neubauten

    Schmuckwerk und Zierde haben in der modernen Architektur keinen guten Ruf. Die Bauhausarchitekten als deren Gründerväter forderten unter der Prämisse „form follows function“, also „Die Form folgt der Funktion“, den Verzicht auf Ornamente und Ausschmückungen in Reaktion auf die ausufernde Schmucklust der Vergangenheit. Dabei gehört zu guter Baukunst neben der Stabilität und Nützlichkeit traditionell auch die Schönheit. Schmuck am Bau war auch im Landkreis Schweinfurt in der Historie der Ausdruck von Repräsentationsbedürfnissen, Wohlstand, Individualität oder Glauben.

    Unsere Tipps für Bauherrinnen und Bauherren:

    • Einmal mehr gilt: Weniger ist mehr. Reduzieren Sie sich in der Auswahl auf einige wenige schmückende Elemente. So kommen diese am besten zur Geltung und Ihr Haus bekommt einen geschmackvollen Gesamteindruck.
    • Zierteile wie Gesimse, Lisenen oder Fensterrahmungen sind auch wesentliche Elemente der Fassadengliederung. Schaffen Sie mit diesen einen Beitrag zu einer ansprechenden und lebendigen Fassade.
    • Schmuckelemente sind die Highlights der regionalen Baukultur. Erhalten Sie wann immer möglich Besonderheiten wie Hausfiguren, geohrte Rahmungen, Schiebesteine, Ortgang- und Traufgesimse oder Hoftore. Sie alle sind nicht nur schmückendes Beiwerk an Ihrem Haus, sondern auch Zeugnisse des Lebens und Wirtschaftens in der Vergangenheit.
    • Neubauten und moderne Architekturen sollten mit Ihrer klaren Konstruktion und Materialsprache als Schmuckelemente aufwarten. Regionale Verbundenheit und individuelle Akzente können über einzelne, dezente und zum modernen Erscheinungsbild passende Schmuckelemente, wie z. B. geputzte Fensterrahmungen, Fensterbänke und Fensterläden gesetzt werden.
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    Baukultur

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